Boyd

Geschrieben in: - Oktober 18, 2016 1 Kommentar

Update – 18. Okt. 2016 Lange lebte Boyd glücklich bei seiner Familie. Nachdem er im Sommer wegen seiner Herz-Erkrankung in die Klinik kam, erlitt er dort leider eine Magendrehung. Die Not-OP hat er nicht überlebt.

Für seine Familie war er das Ein und Alles und wir wünschen viel Kraft, um mit dem Verlust umzugehen.

Update – 12. Jan. 2013 Hallo – hier meldet sich Boyd!

Frauchen hat gemeint, dass ich eigentlich schon groß genug bin, um mich selbst mal zu melden.

Nur – wo soll ich jetzt anfangen? Ich leg‘ einfach mal los, vielleicht stimmt’s mit der Reihenfolge nicht ganz, ist ja wurscht (ahh lecker). Wobei ich eigentlich noch mehr auf Bananen stehe. Meine Zweibeiner haben schon gemeint, ich würde mich bestimmt zu einem Affen entwickeln, aber bei BANANEN kann ich einfach nicht widerstehen. Komischerweise entschwindet Herrchen manchmal aufs Gästeklo (!!!), um eine Banane selber zu futtern und meint, ich merke es nicht! Dann sitze ich halt einfach dort vor der Tür mit hingebungsvollem Blick – und schon krieg‘ ich auch eine.

Die Abänderung diverser Schuhe habe ich mir so langsam abgewöhnt und meine Dosenöffner können sie hin und wieder schon mal in der Wohnung auf dem Fußboden stehen lassen. Die ganze Zeit standen sie nämlich entweder auf dem Schrank oder auf dem Kachelofen (wenn die wüssten, dass ich da sowieso ohne Probleme hingekommen wäre). Aber ich bin ja nun auch schon ein „großer“ Wolf und da tut man sowas nicht mehr.

Dafür ärgere ich mit Begeisterung weiterhin meine beiden Galgatanten. Vor allem Peggy muss öfters dran glauben. Sich hinter der großen Tanne verstecken und die ahnungslos vorbeilaufende Peggy mit einem Riesensatz und viel Hauwauwau erschrecken, macht unglaublich Spaß. Meistens krieg‘ ich dann aber von Tante Sabia einen gewaltigen Rüffel. Was mich wiederum veranlasst, diese in ihre hübsche weiße Schwanzspitze zu zwicken. Ansonsten haben mich die Mädels hier voll im Griff.

Frauchen ist der absolute Chef, aber ich folge ihr auch gerne. Zusammen auf dem eigens für mich gebauten riesigen Hundebett zu schmusen mach‘ ich am liebsten. Dann liege ich auf dem Rücken, lache herzlich (ich bin am Bauch kitzlig) und knutsche sie, wo ich sie erwischen kann.

Bürsten lasse ich mich mittlerweile auch lieber. Anfangs meinte Frauchen, mich zu bürsten erspare ihr das Fitness-Studio. Ob sie das Hinterherrennen quer durch den ganzen Garten, bewaffnet mit Bürste und Kamm oder die ulkigen Verrenkungen, die sie machen musste, wenn sie mir die Hinterbeine bürsten wollte und ich mich immer gedreht habe, gemeint hat, bleibt mir immer noch ein Rätsel. Jedenfalls stehe ich nun (fast) wie eine Eins (sagt sie!) und wir sind wesentlich schneller fertig.

Jedoch noch schneller schaffe ich es, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Meistens finde ich irgendwo eine geeignete Stelle, um mich frisch gebürstet und gekämmt, gleich wieder ordentlich zu wälzen. Wenn Herrchen vorher den Rasen gemäht hatte, macht es besonders Sinn. Laut Frauchen bin ich dann richtig irisch grün. Wenn es mit dem Wälzen nicht so richtig geklappt hat und ich immer noch so „richtig super“ – O-Ton Frauchen -aussehe, dann hilft nur noch der Teich. Die Algen am Rand kleiden mich vorzüglich.

Frauchen hat ein paar Bilder dazugelegt, aber ich glaube die, auf denen ich mich so richtig schön finde, leider weggelassen.

So, jetzt muss ich Schluss machen, die Mädels sind in den Garten gesaust – Igel gucken und da muss ich natürlich auch hin. Dieser stachelige Ball hat was.

Bis bald!

Update – 2. Dez. 2012 Wir sind umgezogen! Meine Hundeeltern haben einen Bauernhof gekauft – KLASSE!

Hier gibt’s nicht nur eine 17.00 Uhr-Katze zum Verbellen – hier hat es viele und die kommen öfter!!! Mittlerweile haben meine beiden Mädels und ich bereits intensive Bekanntschaft mit so schwarz-weißen Riesenviechern gemacht, die eine seltsame Sprache haben und recht eigentümlich riechen. Auch tragen sie so komische Kleiderhaken auf den Köpfen. Die stehen immer an unserem Grundstück – manchmal sind es richtig viele – und glotzen uns an. Wir versuchen uns dann mit viel Gebell Respekt zu verschaffen, aber irgendwie beeindruckt die das gar nicht. Frauchen hat uns erklärt, dass wir sie nicht erschrecken sollen, sonst gäbe es abends beim Melken Sahne!?????

Auf jeden Fall ist unser Grundstück nun ein riesiger Abenteuerspielplatz. Im ehemaligen Stall riecht es überall sehr spannend und ich bin sicher, wenn wir nur gründlich genug suchen, finden wir sicher noch viele Sachen, die uns unsere Hundeeltern bestimmt gleich wieder wegnehmen.

Bei den anscheinend fälligen Umbauarbeiten bin ich auch ganz aktiv. Die Handwerker halte ich dauernd in Bewegung, da sie mir immer hinterherrennen, wenn ich mal wieder einen Hammer oder sonstige Arbeitsmaterialien geklaut habe. Ich finde es viel schöner, wenn alles im Garten gerecht verteilt ist und nicht nur an einer Stelle liegt. Da findet man es ja gleich.

Eine eigene Küche haben wir jetzt auch. Direkt neben der normalen Küche, in die wir jetzt auch dürfen, da wir von dort aus direkt aufs Gelände kommen. Unsere Küche wurde komplett gefliest, auch die Seitenwände, da meine Dosenöffnerin gesagt hat, ich hätte keine Napfkultur und es würde um meine Freßstelle immer aussehen wie im Schweinestall. Finde ich gar nicht. Allerdings ist es sehr praktisch, da die Mädels ihre Näpfe auch dort stehen haben und so kann ich immer wieder mal gucken, ob die was Besseres kriegen als ich.

So aber jetzt muss ich sausen, denn es gibt bald Abendessen und da verspäte ich mich nie!

Boyd

Jan. 2012 Boyd früher Baby Boy war durch unglückliche Umstände mit seiner Familie im Tierheim abgegeben worden – mit seiner ganzen Familie. Sie waren alle zunächst nicht zur Vermittlung frei gegeben worden. Deshalb hat WiN Pflegestellen gesucht und gefunden, die auch bereit waren, die IW’s auch endgültig bei sich aufzunehmen. Nur seine Mutter, 5- oder 6-jährig wartet nun noch auf einen endgültigen Platz!
Lesen Sie jetzt aber zunächst einmal, wie sich das „Baby“ in seinem neuen Zuhause eingerichtet hat!

Boyd heißt er nun – unser neuer Sonnenschein. Nachdem wir anfangs für ihn als Pflegestelle fungierten, haben wir endlich wieder das soooo vermisste Wölfchen.

Boyd stellt in unserem Haushalt so ziemlich alles auf den Kopf. Die Plüschtiere unserer Galgas wurden sofort einkassiert und auf Haltbarkeit getestet. Es ist ein unglaublicher Anblick, einen fast ausgewachsenen IW mit einem baumelnden Teddybären in der Schnauze wie ein Känguru durch den Garten hopsen zu sehen. Er betätigt sich als Gärtner, buddelt Löcher, die sich für ausgewachsene Tannen eignen, stutzt die unteren Äste der Bäume auf Zentimeterlänge und verschleppt sämtliche Gartengeräte auf den vom ihm höchstpersönlich gestalteten Sammelplatz.

Beim Gassigehen schwebt man manchmal fast in der Waagrechten, was auch Anette Amann ausprobiert hat; sie wurde jedoch schmerzhaft von einem Gartenzaun gebremst.

Im Haus wecken Brillen, Bücher, Inhalt des Papierkorbes (der Erfinder des „Reißwolfes“ muss einen jungen IW gehabt haben), Fadenrollen, Kugelschreiber, Herrchens Socken und auch – die ganze Nachbarschaft war begeistert – mit Herrchens Schlafanzughosen unterwegs quer durch den Garten, seine Begeisterung. Unsere Gartenclogs verfügen über neue Lüftungslöcher, sind allerdings nun auch eine halbe Nummer kleiner und bei Frauchens Hausschuhe hätte sich der Schuhmacher mit der Reparatur eine goldene Nase verdient.

Unsere 14-jährige, in IW-Erziehungsfragen absolut versierte, Galga Sabia hat ordentlich Arbeit, ihm die Benimmregeln für Jungwölfe wenigsten ansatzweise beizubringen. Unsere Galga Peggy (Schneeflöckchen) hat strengere Ansichten, da erhält er schon mal für rüpelhaftes Benehmen einen lautstarken Verweis und so hält er sich meistens an unsere Grand Dame Sabia, die mit ihm Plüschtiere-Tauziehen, im Garten Rennen und Wettbuddeln veranstaltet. Wenn er mal keinen Unfug treibt, ist er ein absoluter Schmuser.

Jetzt muss ich aber wieder los, einen Berg Schnipsel vom Papierkorb zusammenfegen, den er während ich dieses Schriftstück verfasst habe, komplett leergeräumt und zerlegt hat.

Monika und Gisbert

Eine Antwort to “Boyd”

  1. Antworten Schleich says:

    HALLO MONIKA,GISBERT UND BOYD

    WIR WOLLTEN UNS BEI EUCH MAL MELDEN . HABEN VOR 1 1/2 jAHREN DEN PAPA VON EUREM LAUSBUBEN AUS DEM TIERHEIM GEHOLT : ER HEISST ASHLEY IST BALD 7 JAHRE ALT UND EIN GANZ, GANZ LIEBER . FREUE MICH DAS WIR EINEN VON DEN WELPEN GEFUNDEN HABEN UND DAS ES IHM SEHR GUT GEHT . ER IST GENAUSO HÜBSCH WIE SEIN PAPA .
    GANZ LIEBE GRÜSSE
    WIR MELDEN UNS WIEDER

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