Henry

Geschrieben in: - Februar 09, 2014 1 Kommentar

Update – 9. Feb. 2014 Seit Monaten haben wir an den IW-Rüden gedacht und gehofft, daß er relativ schmerzfrei noch einen schönen Frühling erleben dürfte… Leider konnte alle Liebe und Pflege seitens seiner Familie, alles Hoffen der Windhundfreunde nicht helfen.

Henry ist gestern eingeschlafen, die Schmerzen waren für ihn nicht mehr erträglich und er wurde zusehends schwächer…

Wir wünschen Henry eine gute Reise und ein schmerzfreies, glückliches Leben jenseits des Regenbogens…Update – 31. Jan. 2014 Henry ist weiterhin sehr tapfer: Über Weihnachten litt der IW-Rüde unter hohem Fieber, Husten und zu allem Überfluss verweigerte er sein Futter. Er war dementsprechend sehr abgeschlagen und wollte nur noch schlafen.

Mittlerweile konnte er sich zwar weitgehend erholen, wird aber weiterhin noch von einem Hustenreiz geplagt. Trotz seines wieder vorhandenen, guten Appetits hat Henry hat um einiges abgenommen. Sein Tumor hat sich zwar bis jetzt noch nicht vergrößert, dafür aber seine Fettgeschwulst an der Seite.

Wir hoffen sehr für unseren doch arg gebeutelten Henry, daß sich sein Gesundheitszustand noch mal wieder stabilisiert und er und noch lange Zeit bei seiner Familie sein darf.Update – 12. Okt. 2013 Liebe IW-Freunde, dies ist leider keine schöne Nachricht:

Bei Henry hat man einen bösartigen Tumor festgestellt. Aufgrund seines schwachen Herzens kann das bösartige Gewebe leider nicht entfernt werden, die Operation wäre zu riskant.

Nun hoffen wir, daß der Tumor möglichst langsam wächst und so der liebe Henry noch ein paar schöne Monate ohne Schmerzen verleben darf. Wir sind sehr betroffen und wünschen ihm und seiner Familie eine schöne restliche Zeit…Mein Name ist Henry, vormals Ivy, und ich bin ein grauer Irish-Wolfhound-Rüde im Alter von 4 Jahren. Genau genommen wurde ich am 20. Januar 2013 vier Jahre alt.

Seit 2 ½  Jahre lebe ich nun in Ostfriesland und habe vieles lernen dürfen und können. Vor allem aber, dass nicht alle Menschen etwas Böses wollen. Zwar bin ich noch immer sehr misstrauisch und lasse mich schon gar nicht von jedem fremden Menschen anfassen, traue mich mit Hilfe von Frauchen oder Herrchen aber wenigstens in die Nähe anderer Personen.

Als ich in meinem neuen Zuhause ankam, mitten in der Nacht, wurde ich von einem etwas griesgrämigen Afghanen Namens Adonis in Empfang genommen.  Er ignorierte mich  und so saß ich wie ein Häufchen Elend die nächsten Tage alleine im so genannten Hundezimmer.

Die Zweibeiner kamen immer wieder mal vorbei, sprachen leise mit mir, gaben mir zu fressen und ließen mich ansonsten in Ruhe. So langsam merkte ich, dass mir keine Gefahr drohte und ich beschloss daher, meine Vorsicht  ein wenig zurück zu nehmen.

Mit Hilfe von Adonis, der sich dann doch als ganz netter Kumpel zeigte, traute ich mir immer  mehr zu. Als ich das erste Mal ins Wohnzimmer kam und vor lauter Angst und Unsicherheit auf den Teppich pieselte, kam nicht einmal ein Donnerwetter. Frauchen nahm mich kurzer Hand am Geschirr, vor dem Halsband hatte ich ebenfalls eine panische Angst, und ging mit mir in den Garten. Ich wurde nur geknuddelt und durfte dann sogar wieder mit ins Haus.

Nach cirka einem halben Jahr packte Frauchen mich alleine ins Auto (so eine komische Blechkiste) und fuhr mit mir auf einen Hundeplatz. O Gott, lauter fremde Menschen, aber alle hatten Hundekumpel dabei. Und oh Wunder, auch diese Hundekumpel wurden nicht geschlagen oder angeschrieen – alles ging so wunderbar ruhig zu.  Meine Kollegen – na ja, waren alles Halbstarke und es ging manchmal richtig zur Sache – akzeptierten mich als Chef. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich und Frauchen war sehr stolz auf mich.

Nun bin ich 2 ½  Jahre in meiner neuen Familie, mein treuer Freund Adonis musste am 20.August 2012 nach schwerer Krankheit über die Regenbogenbrücke gehen und ich war sehr traurig darüber. Hatte ich ihm doch so vieles zu verdanken. Ich wurde zwar jetzt umso mehr verwöhnt, aber er fehlte mir doch sehr. Dazu kam, dass bei einer Routineuntersuchung herauskam, das auch ich nicht gesund bin. Mein Herz  hat Rhythmus-Störungen und ich muss jeden Tag vier verschiedene Medikamente einnehmen. Mein Rücken tut mir oft sehr weh, dann muss ich zusätzliche Tabletten schlucken. Meine Ärztin sagt, ich habe Verwachsungen an der ganzen Wirbelsäule und da kann man gar nichts machen. Meine Eltern sind sehr traurig darüber, wollten sie mir doch ein besonders gutes Leben ermöglichen.

Ende September machten wir eine lange Reise – es war eine große Überraschung für mich. Ich bekam einen neuen Spielgefährten. Max ist jetzt 16 Monate alt und ein Irish-Wolfhound. Er hat noch viele Flausen im Kopf. Ich werde noch viel Arbeit mit ihm haben, bis er sich wie ein richtig gut erzogener Wolf benimmt. Aber wir haben sehr viel Spaß und ich vergesse meine gesundheitlichen Probleme.

Nur unsere Eltern machen oft ein trauriges Gesicht – dann kommen wir mit unseren dicken Schnuffelnasen und schon lachen sie wieder.

Ich wünsche allen Langnasen ein liebevolles Zuhause.

Euer Henry

Eine Antwort to “Henry”

  1. Antworten Margret Sandten says:

    Hallo Henry,

    du bist so ein toller Hund! Ich durfte dich damals mit deinem Frauchen zusammen abholen. Ich weiß noch wie verängstigt du gewesen bist. Du wolltest während der Reise in dein neues zu Hause weder Futter noch Wasser von uns annehmen. Auch konnten wir dich kaum aus dem Auto bewegen. Du hast mich so sehr berührt mit deinem traurigen Schicksal, aber ich wußte dass du in der neuen Familie gut aufgehoben bist.

    Wenn ich heute meine Freundin besuche und dich sehe, dann geht mir das Herz auf. Du und dein Kumpel Max seid ein tolles Team. Und du Henry hast so viel von deiner Scheu abgelegt. Es ist ein schönes Gefühl, dass ich dich sogar streicheln darf und du ganz in meiner Nähe ruhig liegen bleibst, obwohl ich doch eigentlich „fremd“ für dich bin.

    Ich wünsche dir, Max und deinem Frauchen noch viele schöne Jahre voller Freude.

    Margret

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